Amazing

Französische Schäferhunde

 Ja die Franzosen........man liebt Sie oder man hat es nicht so mit Denen.

 

Eigentlich war ich ja immer nur auf Jagdhunde fixiert und dachte auch es würde nie was Schöneres geben. Auch heute ist für mich der Irish Setter noch immer "ein Bild" von einem Hund doch meine Vorstellung von " Meinem " Hund ;der mit mir durch Dick und Dünn gehen soll; hat sich verändert.

Kurz und gut : Ich liebe alle Hunde und bekomme auch heute noch das Glitzern in die Augen sehe ich einen Setter. Doch die Liebe zu den Schäferhunden sollte mit Leeloo & Eyco kommen.

So haben die Franzosen mich langsam um den Finger gewickelt und meinen Horizont erweitert so dass ich heute weis dass Schäferhunde und Hütehunde mein Leben  begleiten sollen.

 

Ich habe hier den Original Text der FCI kopiert über die Rassen Beauceron und Briard für jeden der sich hier verlaufen hat und sich dafür interessiert. Berger des Pyrénées und Picard folgen noch.

 

Bücher über den Beauceron

 Ich habe mir sehr viel Literatur aus dem Internet geholt da es nicht viele Bücher über den Beauceron gibt.

Trotzdem habe ich ein Buch gefunden auf Französisch ( Infos kommen nach )

 

Französische Schäferhunde - heute -

von Willy Schneider

Kynos

Verlag

( Beauceron, Briard, Berger de Picardie und Berger des Pyrénées )

 

- Buch über das Französische Quartett-

Interessant und hilfreich wenn man sich für die Französichen Schäferhunde interessiert.

 

Chiens de troupeau

Chiens de montagne ou chiens de plaine

Mais toujours l´ame du berger

Son complice, son allié

Son compagnon des joies, des peines.

 

 

Standard des Beauceron

 Manon:

 

Ja der " Impressionanteste " der Franzosen (finde ich jedenfals).

Der Beauceron  hat mich das erste mal interessiert als ich meinem Vater ein Hundebuch zu Weihnachten  geschenkt hatte und ich darin einen solchen Hund fand der mir bis dato unbekannt war.

Schon lange her immerhin 18 Jahre her.

Dieser Hund fand ich sehr schön und so  " beschützend " sah er aus ...für mich ein Hund der mir im Gedächtnis blieb.

Dann auch noch Eyco zu haben so ein Schatz.  Ich kann mir vorstellen dass Eyco nicht unser letzter Beauceron sein wird.

Ein total treuer Begleiter in allen Situationen.

Seinen Beauceron vergiesst man nie wieder.................

FCI Standard

Der Beauceron

Beauceron - Französischer Schäferhund - Berger de Beauce - Bas-Rouge

FCI - Standard Nr. 44 / 16.01.2002 / D
BERGER DE BEAUCE - BAS ROUGE (Beauceron)
ÜBERSETZUNG: Frau Michèle Chauliac.

URSPRUNG: Frankreich.

VERWENDUNG: Hirtenhund, Wachhund.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES: 29.11.2001.
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KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 1 Hütehund und Treibhund (ausgenommen Schweizer Sennenhund). Sektion 1 Hütehund und Treibhund. Mit Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Chien de Beauce, Beauceron und Bas-Rouge sind die gegebenen Namen Ende des XIX Jahrhunderts, um die alten Flachlandhirtenhunde zu bezeichnen, vom selben Typ mit Kurzhaargesicht und rauen kurzen Haaren, mit kupierten Ohren. An den 4 Pfoten und am Körper mit Brandabzeichen, daher wurde er "Bas-Rouge" (Rotstrumpf) genannt. Gewöhnlich war das Haarkleid schwarz und brand, es gab auch grau, ganz schwarz, sogar ganz fauve (Lohfarbe). Diese Hunde waren gezüchtet und ausgewählt wegen ihrer Fähigkeit die Herde zu führen und zu schützen.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Der Beauceron ist ein Hund von großer Größe, solide, rustikal, kräftig, gut gebaut und muskulös, ohne Schwerfälligkeit.

WICHTIGE PROPORTIONEN: Der Berger de Beauce ist von mittlerer Körperproportion. Die Länge des Körpers vom Buggelenk zum Sitzbeinhöcker muss leicht länger als die Widerristhöhe sein.
Die Kopflänge: 2/5 von der Widerristhöhe. Die Breite und die Höhe des Schädel ist leicht unter die Hälfte der Kopflänge. Der Schädel und Fang ist von gleicher Länge.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Sicheres furchtloses Auftreten. Der Ausdruck ist ehrlich, nie böse, ängstlich oder unruhig. Brav und furchtlos sollte sein Wesen sein.

KOPF: Gut gemeißelt mit harmonischer Linie. Aus der Seitensicht soll der Nasenrücken mit der oberen Schädellinie annähernd parallel laufen.

OBERKOPF:

Schädel: Flach oder von einer Seite zur anderen leicht gewölbt. Scheitellinie wenig ausgeprägt, Hinterhauptkamm sichtbar an der Schädelspitze.
Stop: Wenig ausgeprägt in der Mitte zwischen Hinterhauptkamm und Nasenspitze.

GESICHTSSCHÄDEL:

Nasenschwamm: Gut entwickelt im Verhältnis zum Fang, nie gespalten und immer schwarz.
Fang: Nie schmal, nie spitz.
Lefzen: Fest und immer gut pigmentiert. Oberlippe die Unterlippe bedeckend, ohne lose zu überhängen; Im Lippenwinkel einen sehr leichten Taschenansatz bildend der jedoch stets fest bleiben muss.
Kiefer / Zähne: Kräftig, Scherengebiss.
Augen: Horizontalliegend von leicht ovaler Form. Regenbogenhaut soll dunkelbraun aber nie heller als dunkelhaselnussbraun auch wenn der Brand aufgehellt ist. Für den Harlekin ist das verschiedenfarbige Auge erlaubt.
Ohren: Hochangesetzt. Kupiert sind sie gerade, weder auseinander noch zueinander stehend, mit der Spitze leicht nach vorne zeigend. Bei korrekt getragenen Ohren verlaufen die Halsseiten verlängernden Linien genau durch die Mitte der Ohrmuscheln. Die natürlichen Ohren sind halbstehend oder hängend, sie sollten nicht anliegen. Die Ohren sind flach und eher kurz, die Länge entspricht der halben Kopflänge.

HALS: Gut bemuskelt von guter Länge, mit den Schultern harmonisch verbunden.

KÖRPER:

Oberlinie: Der Rücken ist gerade. Die Lendenpartie ist kurz, breit und bemuskelt. Die Kruppe ist leicht schräg.
Widerrist: Gut betont.
Brust: Brustumfang die Widerristhöhe um 1/5 übertreffend, zu den Ellbogen reichend, breit, tief und lang.

RUTE: Lang, tief getragen, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, ohne Abweichung zur Seite, bilden einen leichten Haken in Form eines J. In der Bewegung, kann die Rute ein bisschen höher getragen werden als die obere Rückenlinie.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND: Von vorn und von der Seite gesehen gut im Lot.
Schultern: Schräg und mittellang.
Unterarm: Muskulös.
Vorderpfoten: Kräftig, rund, kompakt. Die Krallen sind immer schwarz. Die Ballen sind hart aber elastisch.

HINTERHAND: Von vorn und von der Seite gesehen gut im Lot.
Schenkel: Breit und muskulös.
Sprunggelenk: Kräftig, nicht zu bodennah, die Spitze befindet sich etwa um 1/4 der Widerristhöhe, mit dem Unterschenkel einen gut geöffneten Winkel bildend. Die Vordermittelfussknochen sind fast senkrecht, leicht hinter den Sitzbeinhöcker stehend.
Hinterpfoten: Kräftig, rund, kompakt.
Afterkrallen: Aus Tradition wollten die Schäfer die doppelte Afterkralle behalten. Die Afterkrallen zeigen gut getrennte Daumen mit Krallen, ziemlich nah am Fuss.

GANGWERK: Geschmeidig und ungezwungen. Die Glieder bleiben gut in der Linie. Der Berger de Beauce soll einen raumgreifenden langen Trab haben.

HAARKLEID:

HAAR: Auf dem Kopf kurz, auf dem Körper kräftig, kurz, dick, festanliegend von 3- 4 cm Länge. Die Hose und der untere Teil der Rute sind leicht aber immer fransig. Unterwolle kurz, fein, dicht und flaumig, vorzugsweise mausegrau, sehr eng, erscheint nie über das Deckhaar.

FARBE:

a) Schwarz und brand (schwarz mit Lohfarbe Abzeichen) Rotstrumpf. Von tiefschwarzer Farbe, der Brand soll eichhörnchenrot sein. Die Brandabzeichen sollten sich wie folgt verteilen :

* Punkte über den Augen.
* An den Fangseiten, wird allmählich weniger zu den Wangen, darf aber nie unter die Ohren reichen.
* An der Brust, 2 Flecken sind vorzuziehen.
* An der Kehle
* Unter der Rute.
* An den Läufen, allmählich abnehmend nach oben ohne jedoch 1/3 der Läufe zu überragen, auf der Innenseite etwas höher.

b) Harlekin (blau gefleckt mit lohfarbenen Abzeichen) grau, schwarz und brand, das Haarkleid ist zum Teil gleichmäßig grau gefleckt und schwarz, gut verteilt mit manchmal mehr schwarz als grau. Die Abzeichen sind gleich wie beim Schwarzbrand. Ein diskreter weißer Brustfleck wird geduldet.

GRÖSSE:
Widerristhöhe: Rüden: 65 cm bis 70 cm.
Hündinnen: 61 cm bis 68 cm.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:

* Aggressiv oder sehr ängstlich.
* Größe außerhalb der Standardgröße.
* Sehr leichter Knochenbau.
* Zu helle Augen, oder verschiedenfarbige (außer beim Harlekin).
* Gespaltener Nasenschwamm, von anderer Farbe als schwarz, fleischfarbige.
* Rückbiss oder Vorbiss mit Kontaktverlust, fehlen von 3 Zähnen und mehr (außer die P 1).
* Völlig feststehende natürliche Ohren.
* Übertrieben kuhhessige Hinterläufe.
* Einfache oder total fehlende Afterkralle an den Hinterläufen.
* Kupierte oder über den Rücken gerollte Rute.
* Haarkleid: Farbe und Struktur anders als im Standard. Total fehlender Brand. Struppiges Fell. Gut sichtbarer deutlicher weißer Fleck an der Brust. Harlekin: zu viel grau, schwarz auf der einen, grau auf der anderen Seite, ganz grauer Kopf (fehlendes schwarz).

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Bücher über den Briard

Der Briard

von Gabriele Niepel

Müller Rüschlikon


Die 50 wichtigsten Fragen

 

- Sehr hilfreich wenn man sich für einen Briard entscheiden möchte-

Briard Forum Briard Forum

Standard des Briard (vom 1.12.1989)

Manon:

Für mich " DER Hund " . Gross, elegant, schön, eindrucksvoll und witzig!

Eigentlich wurde ich erst recht spät zum " Briard Verrückten " durch Leeloo.

Ich fand diese Hunde schon immer toll doch so richtig damit beschäftigt habe ich mich erst seit ich Leeloo's Mutter sah und erlebte.

Schnell stand fest: Irgendwann muss ein " echter " Briard  zu uns in die Familie kommen (  Dank Leeloo die immer die " Einzigartige " sein wird ).

 Es hat keinen Sinn lange darüber zu schreiben nur Briard Freak's können es verstehen ...dieses ETWAS was diese Hunde haben.

   Jedenfals "Dank dem Briard "lass ich mich von allem was zottelig ist um den Finger wickeln.

Ein toller Hund mit dem man sehr viel Spass haben kann.

 

Schwarzer Briard Schwarzer Briard
fauve briard fauve briard

 

 

 

Allgemeine Erscheinung
Rustikaler Hund, geschmeidig, muskulös und gut proportioniert,

 mit lebhaften und aufgeweckten Bewegungen, von ausgeglichenem Wesen,

 weder aggressiv noch ängstlich.

Größe
62-68 cm die Rüden, 56-64 cm die Hündinnen. Die Körperlänge muss grösser

sein als die Höhe. Der Briard ist länglich.

Kopf
Stark, lang, ausgeprägter Stop, der so plaziert sein muss,

 dass er von der Nasenspitze den gleichen Abstand wie vom Hinterhauptbein

 aufweist, ausgestattet mit Haaren, die Bart,

Schnauz und Augenbrauen bilden, letztere verdecken leicht die Augen.

Stirn
Sehr leicht gerundet.

Oberkopf
Geradlinig.

Schnauze
Weder schmal, noch spitz

Nase
Mehr viereckig als rund, Nasenspiegel immer schwarz,

kräftig, offen

Zähne
Stark, weiss und perfekt zueinander passend.

Augen
Waagrecht, gut geöffnet, eher gross, nicht schlitzäugig,

von dunkler Farbe, mit intelligentem und ruhigem Ausdruck.

 Ein graues Auge bei einem grauen Briard wird nicht bestraft.

Ohren
Hoch angesetzt. Vorzugsweise kupiert und aufrecht getragen,

falls sie in ihrer natürlichen Form belassen wurden, eher kurz

und nicht anliegend. Bei gleicher Qualität soll dem Hund der

Vorzug gegeben werden, dessen Ohren kupiert aufrecht getragen werden.

 Die Länge des natürlichen Ohres soll die Hälfte der Kopflänge

nicht überschreiten oder eher etwas kürzer sein, immer flach und

mit langen Haaren versehen.

Körperbau
Muskulöser, von der Schulter abgesetzter Hals.

Brust
Breit (handbreit zwischen den Ellenbogen), tief und gut

 bis zu den Ellenbogen herabgezogen.

Kruppe
Wenig geneigt, leicht gerundet.

Rücken
Gerade

Läufe
Gut bemuskelt, mit starkem Knochenbau und senkrecht gestellt.

Sprunggelenke
Nicht zu nahe am Boden und so gewinkelt,

dass der Hintermittelfuss annähernd senkrecht steht.

Rute
Ungekürzt, gut behaart, am Ende einen Haken bildend,

niedrig und nicht von der geraden Linie abweichend getragen,

muss die Spitze des Sprunggelenkes erreichen oder diese um höchst.

um 5 cm überschreiten.

Pfoten
Stark, rund geformt (Zwischenform zwischen Katzen- und Hasenpfoten).

Krallen
Schwarz

Pfotenballen
Hart

Zehen
Geschlossen

Haar
Gedreht, lang, trocken (Ziegenhaarstruktur) mit leichter Unterwolle.

Fellfarbe
Alle einheitlichen Farben sind zugelassen, ausser die unten aufgeführten.

Die dunklen Farben sind empfehlenswerter.

Nicht mit Zweifarbigkeit zu verwechseln ist ein leicht

 heller Farbton der Gliedmassen, was nichts anderes ist,

als ein beginnende Depigmentierung ist. Diese Farbe, nur wenig heller,

 muss im selben Farbton bleiben (dunkles Fauve auf hellem Fauve,

dunkles Schwarz auf hellem Schwarz, dunkles Grau auf hellem Grau).

Das Fauve muss warm und einheitlich sein, weder hell noch ausgewaschen.

Strafgründe: Schwarz mit rötlichem Schimmer;

ungenügend warmes Fauve; weisser Brustfleck; zu stark charbonniert;

an der Grenze zur Mantelbildung; sehr helles fauve - ausgewaschen.

Gründe zur Disqualifikation: Die Farben weiss, Kastanien- oder

Mahagoniebraun, Bicolor, weisser Bruststreifen, weisse Haare

am Ende der Pfoten. Fauve mit charbonniertem Mantel. Zu helle Farbe.

Bicolor: Im Bereich der dunklen Haare ist die Haut bläulich und im Bereich

der hellen Partie rose.

Afterkrallen
Doppelte Afterkrallen an den Hinterläufen. Hunde, selbst von sehr

gutem Typ, die nur eine Afterkralle aufweisen, können nicht prämiert werden.

Sie können nicht zur Zucht zugelassen werden.

Die doppelten Afterkrallen müssen aus zwei knochigen Teilen

mit Kralle bestehen, so nah wie möglich am Boden angesetzt,

 um so eine bessere Auflage des Fusses zu gewährleisten.

 

 
     

 

 

Standard des Berger des Pyrénées

 Manon:

Der " Kleinste " der Franzosen war schon öfters in meinem Focus!

Na ja , Zottelig eben da kann ich nix dafür.....

 

Es gab aber bis jetzt 2 Gründe warum es eher die " Grossen " waren ..... Erstens: Brauchte und wollte ich einen Hund der mich bewachen und beschützen sollte hauptsächlich zuhause ( es sollte eben ein impressionanter Hund sein ) Zweitens: Fehlte es mir anfangs an Erfahrung und ich dachte ich wäre einer solchen " Ursprünglichen  Arbeits Rasse " nicht gewachsen .

Doch auch Ich habe Erfahrungen sammeln können und gelernt was man alles mit einem Partner Hund erleben kann und wieviel Spass man haben kann.

Ganz wichtig zu lernen was man dem Hund geben kann und zu was man fähig ist. Auch zu wissen was man nicht geben kann.

Die Beziehung und der Erfolg mit Leeloo und Eyco haben mich selbstsicher gemacht.

Diese Hunde haben mein Interesse geweckt...............

Eine tolle Rasse!

 

Man lässt sich überraschen..............

 

Standard FCI N° 141 / 06.02.2002 / D

LANGHAARIGER PYRENÄENSCHÄFERHUND

(Berger des Pyrénées à poil long)

URSPRUNG: Frankreich

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 13.03.2001

VERWENDUNG:

Hütehund auf den Bauernhöfen und Weiden der Pyrenäen.

KLASSIFIKATION F.C.I.:

Gruppe I : Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1 : Schäferhunde
Mit Arbeitsprüfung

KURZER HISTORISCHER ABRISS:

Von bescheidener Herkunft, bleibt der langhaarige Pyrenäenschäferhund bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in der offiziellen Kynologie so gut wie unbekannt. Sein Typ variiert von einem Tal zum anderen, beträchtlich, seine Gestalt und sein Haarkleid sind sehr unterschiedlich, sein Verhalten und sein Charakter sind jedoch überall gleich. Der erste Rassestandard wurde in den Jahren 1921 bis 1925 erstellt; er hat sich seither recht wenig geändert.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:

Ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Lebhaftigkeit ausstrahlt. Sein stets wachsamer Gesichtsausdruck und seine pfiffige, mißtrauische Miene verbunden mit seiner impulsiven Bewegungsfreude prägen das charakteristische, einzigartige Auftreten dieses Hundes.

WICHTIGE PROPORTIONEN:
Der Schädel ist beinahe ebenso lang wie breit.
Der Fang ist kürzer als der Schädel im Verhältnis 1/3 zu 2/3.
Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe.
Die Entfernung des Ellenbogens vom Boden übertrifft die Hälfte der Widerristhöhe.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN):

Ein kleiner, mutiger Hund, schlau, zur Initiative fähig, seinem Herrn vollkommen ergeben. Er ist eigensinnig und benötigt im Allgemeinen eine feste Hand, um seine Energie in die richtigen Bahnen zu lenken und das Beste aus seiner Intelligenz und Lebhaftigkeit zu machen. Fremden gegenüber verhält er sich oft misstrauisch.

KOPF:

Insgesamt gesehen dreieckig.

OBERKOPF:


Schädel: Mäßig entwickelt, fast flach, mit leicht ausgeprägter Stirnfurche; zu den Seiten hin ist er harmonisch abgerundet, der Hinterhauptstachel ist wenig betont. Er ist fast ebenso lang wie breit. Sein vorderer Teil verläuft in sanfter Neigung zum Fang.
Stop: Wenig sichtbar.

GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: schwarz.

Fang:gerade, etwas kürzer als der Oberkopf. Er verjüngt sich keilförmig, ist jedoch nicht zugespitzt.
Lefzen: Wenig dick; sie bedecken den Unterkiefer vollständig, der Lefzenwinkel ist nicht sichtbar. Ihre Ränder und der Gaumen sind schwarz oder kräftig schwarz markiert.
Kiefer / Zähne: das Gebiß soll vollständig sein. Fangzähne stark, die Schneidezähne haben Scherenschluß (die obere Schneidezahnreihe bedeckt ohne Zwischenraum die untere); Zangengebiß (die Kanten der oberen und unteren Schneidezähne stehen aufeinander) ist zulässig.
Augen: ausdrucksvoll, leicht mandelförmig, dunkelbraun; weder vorstehend noch zu tiefliegend. Bei Hunden mit harlekinfarbenem oder schiefergrauem Haar sind Wechselaugen zulässig und fast immer charakteristisch. Die Lidränder sind - unabhängig von der Fellfarbe - schwarz.
Ohren: Ziemlich kurz sein, am Ansatz mäßig breit; sie sind weder zu dicht beieinander noch zu weit voneinander oben auf dem Schädel angesetzt. Üblicherweise kupiert. Beim unkupierten Ohr soll der untere Teil der Ohrmuschel aufgerichtet und beweglich sein, das obere Drittel oder die Hälfte soll im Idealfall nach vorn oder zur Seite kippen, wobei beide Ohren symetrisch sein sollen.

HALS: Eher lang, genügend bemuskelt, gut von den Schultern abgesetzt.

KÖRPER:
Der Knochenbau ist kräftig, jedoch nicht schwer; trockene Bemuskelung.
Oberlinie: Fest.
Widerrist: Gut ausgeprägt.
Rücken: Ziemlich lang, kräftig.
Lende: Kurz, leicht gewölbt; die Wölbung erscheint stärker ausgeprägt, da die Behaarung über der Hinterhand und auf der Kruppe häufig reichlicher ist.
Kruppe: Eher kurz, ziemlich schräg gelagert.
Brust:
Mittelmäßig entwickelt, bis zu den Ellenbogen herabreichend; an den Seiten leicht gewölbt.
Flanke: Nicht tief.

RUTE: Gut befedert, nicht sehr lang, eher tief angesetzt , an der Spitze einen Haken bildend. In der Aufmerksamkeit soll die Rute kaum oberhalb der Rückenlinie getragen werden. Viele Exemplare sind kupiert; einige haben eine angeborene Stummelrute.

GLIEDMASSEN:


VORDERHAND: Gerade, trocken, sehnig, gut befedert.
Schulter: Schulterblatt genügend lang, mäßig schräg gelagert.
Oberarm: Schräg gelagert, mittellang.
Unterarm: Gerade.
Vorderfußwurzel: Das Gelenk ist gut markiert.
Vordermittelfuß: Leicht schräggestellt.
Pfote:
Trocken, ziemlich flach, deutlich oval; dunkle Ballen. Nägel klein und hart, von Haar bedeckt, das sich auch unter der Pfote zwischen den Ballen findet.

HINTERHAND: Ziemlich geschlossene Winkelungen. Bei Hunden mit halblangem Haar sind die Läufe frei von Befederungen.
Oberschenkel: Nicht sehr lang, mäßig schräg, muskulös, "muskelbepackt".
Kniegelenk: Gut gewinkelt , parallel zur Körperachse gelagert.
Unterschenkel: Ziemlich lang, schräg gestellt.
Sprunggelenk: Trocken, tief gestellt, gut gewinkelt; gelegentlich etwas enghessig stehend.
Hintermittelfuß: Senkrecht oder sehr leicht schräg nach vorn gestellt.
Pfote: Tocken, ziemlich flach, deutlich oval. Dunkle Ballen. Nägel klein und hart, von Haar bedeckt, das sich auch unter den Pfoten zwischen den Ballen findet.
Afterkrallen: Können an den Hinterläufen einfach oder doppelt vorhanden sein oder fehlen.

GANGWERK / BEWEGUNG:

Im Schritt ist die Bewegung des Pyrenäen-Schäferhundes ziemlich verkürzt. Der Trab, seine bevorzugte Gangart, soll frei und kraftvoll sein. Im langsamen Trab wird der Kopf etwas angehoben, im verlängerten Trab wird er auf Höhe der Rückenlinie getragen. Die Pfoten werden niemals stark angehoben, die Bewegungen sind fließend, wobei die Pfoten dicht über den Boden gleiten.

HAUT:

Fein; unabhängig von der Fellfarbe oft mit dunklen Flecken marmoriert.

HAARKLEID:
HAAR:
Lang oder mittellang, jedoch stets dicht, fast flach oder leicht gewellt; dichter und wolliger über der Kruppe und auf den Schenkeln; in seiner Textur ein Mittelding zwischen Ziegenhaar und Schafwolle. Die Mischung aus trockenem und wolligem Haar bildet bei manchen Hunden Zotten oder Schnüre, auch "Cadenetten" genannt, oder manchmal Platten, die schuppen- oder dachziegelartig die Kruppe und die Schenkel bedecken. "Cadenetten" finden sich sogar an der Brust und an der Vorderhand in Höhe der Ellenbogen.
Das Haar am Fang ist kürzer und weniger dicht. Am Ende des Fanges, manchmal auch am ganzen Fang, liegt das Haar an und hat die Wuchsrichtung von vorn nach hinten.
An den Seiten und den Wangen ist das Haar länger und erscheint wie wie durch einen Windstoß von vorn zurückgeweht. Die Augen müssen gut sichtbar sein, ohne von Haar bedeckt zu werden.

FARBE: Mehr oder weniger dunkles Fauve mit oder ohne Beimischung schwarzer Haare und gelegentlich etwas Weiß an Brust und Gliedmaßen; mehr oder weniger intensives Grau, oft mit Weiß an Kopf, Brust und Gliedmaßen; Harlekin (d.h. mit Schwarz gesprenkeltes Blau). Ebenso kommen die Farben Gestromt, Schwarze und Schwarz mit weißen Flecken vor. Die reinen Farben werden bevorzugt.

GRÖSSE:

Rüden: von 40 bis 48 cm
Hündinnen: von 38 bis 46 cm
Eine Toleranz von bis zu 2 cm ist bei vollkommen typischen Hunden zulässig.

FEHLER:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Allgemeines Erscheinungsbild:

Schwerfälliger Hund ohne Lebhaftigkeit; plumpe Muskulatur; Mangel an Ausdruck.
Kopf: Spitzbogiger Schädel, gewölbte Stirn, Stop zu stark betont oder nicht vorhanden.
Fang: quadratisch oder rechteckig, Pigmentmangel an Nasenschwamm oder Lefzen.
Augen: Hell oder mit scheuem Ausdruck. Lidränder depigmentiert.
Ohren: Dick, schwer, flach an den Kopfseiten herabhängend, asymetrisch getragen.
Hals: Dick oder zu schwach, so kurz, daß der Kopf direkt auf den Schultern sitzt.
Körper: Rücken eingesenkt oder gewölbt, überbaut, Bauch windhundartig aufgezogen oder hängend.
Schwerer quadratischer Körperbau; Oberlinie ganz waagerecht; Karpfenrücken; flache Kruppe.
Rute: Fehlender Haken an der Spitze.
Vorderhand: doppelte Daumenkrallen; fehlerhafter Stand.
Schulterblatt: Zu steil gelagert oder zu kurz.
Hinterhand: Zu offene Winkelung der Sprunggelenke; fehlerhafter Stand.
Pfoten: Dick; Katzenpfoten; lange oder weiße Nägel.
Haar: Übermäßig viel Haar am Kopf, vor allem, wenn es die Augen bedeckt und am Fang einen giffonähnlichen Schnauzbart. Schlechte Textur, weiches oder drahtiges, gelocktes oder sich kräuselndes Haar. Haarkleid, dem es an Dichte oder Stärke fehlt.
Farbe: Weißscheckung in mehr als einem Drittel der Behaarung. Harlekinfarbenes Haar mit mangelndem Kontrast zwischen dem Grau und dem Schwarz oder mit fauvefarbenem Anflug. Sehr verwaschene Harfarbe. Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Gliedmaßen ("schwarz mit fauvefarbenen Abzeichen ").
Gangwerk / Bewegung: Kurzer oder steppender Trab; "Hackney"-Bewegung.

SCHWERE FEHLER:
Ohren: Natürliche Stehohren.
Rute:
Über den Rücken gebogen oder eingerollt.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
Farbe: Weißes Fell oder sonstige nicht im Standard genannte Farbe.
Nasenschwamm: Jede andere Farbe als vollkommen schwarz.
Kiefer: Rückbiß oder Vorbiß oder jegliche Kiefermißbildung.
Augen: Glasaugen bei Hunden, die nicht harlekinfarben noch schiefergrau sind. Rosa Augenlider. Hellgelbe Augen.
Größe:
Über- oder unterhalb der Größengrenzen.

Nachsatz: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.